in der "Galerie Wedding - Kunst & Interkultur", Altes Rathaus Wedding
Unter der Schirmherrschaft der Griechischen Botschaft.
Gedenkausstellung des Oktober 2011 unerwartet verstorbenen, langjährigen Kurators der Galerie Wedding. Das Bezirksamt Mitte nimmt Abschied von einem außergewöhnlichen Menschen und herausragenden Künstler. Pantelis Sabaliotis war nicht nur Maler, sondern vor allem auch im Bereich Objektkunst und Rauminstallationen tätig. 1955 in einfachen Verhältnissen in Thessalien geboren, begann er schon früh zu zeichnen, zu formen und zu bauen. Dingen, die ihn als Kind beschäftigten, gab er auf diese Art Ausdruck, bis wachsender Wissensdurst den Jugendlichen früh aus der Enge des Dorfes in die Welt hinaus führte.
Über längere Zeiträume lebte er in Schweden, Frankreich, Spanien und Berlin. Picasso, El Greco, Dali, Philosophie und die Welt der Mythologie öffneten neue Horizonte. Vom Realismus bis zum Surrealismus über blaue, schwarzweiße und rote Perioden sowie abstrakte Malerei beschäftigte er sich in den letzten Jahren vorwiegend mit natürlichen Materialien wie Salz, Wachs und Gold, die er in Stelen oder großformatigen Wandobjekten eindrucksvoll umsetzte. Vor allem Gold spielte eine große Rolle, jenes vollkommene nichtrostende Metall, Abglanz seelischen Reichtums. Ein innerer Glanz, der in Sabaliotis’ Arbeiten mit dem äußeren einhergeht und sich je nach Tages- und Nachtzeit, abhängig vom Licht in stetem Wandel findet. Metaphysisches wird Materie und spiegelt im Prozess der Wandlung Heraklits Kernsatz „Ta panta rei“: alles fließt. Philosophie ist Kunst und Kunst ist Philosophie. Heutiges und antikes Griechenland, Traditionen und Moderne verschmelzen in jenem steten Fluss, in dem sich die Menschheit seit jeher fortbewegt.
Begrüßen wird Sie Sabine Weißler, Bezirksstadträtin. Das Grußwort zur Eröffnung spricht S.E. Botschafter Griechenlands Dimitris Rallis.